Implantate

Implantate sind innovative dentale Lösungen, die darauf ausgelegt sind, fehlende Zähne zu ersetzen, die natürliche Funktion wiederherzustellen und das ästhetische Erscheinungsbild des Lächelns zu verbessern – ohne dabei die umliegenden gesunden Zähne zu beeinträchtigen.

Implants

Implantate

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel – in der Regel in Form einer Schraube – die in den Kieferknochen eingesetzt wird, um einen fehlenden Zahn zu ersetzen. Die meisten Implantate bestehen aus Titan, einem biokompatiblen Material, das eine stabile und langfristige Verbindung mit dem Knochengewebe ermöglicht. Der größte Vorteil der Implantatbehandlung gegenüber traditionellen Methoden besteht darin, dass die benachbarten gesunden Zähne nicht beschliffen oder anderweitig geschädigt werden. Als geeignete Kandidaten gelten in der Regel Personen ab 18 Jahren, bei denen das Knochenwachstum abgeschlossen ist.

Zahnimplantate sind eine bevorzugte Alternative zu herausnehmbaren Prothesen oder Brücken und bieten eine natürlich wirkende, stabile und langlebige Lösung bei Zahnverlust.

Wie wird eine Implantatbehandlung durchgeführt?

Vor Beginn der Implantatbehandlung wird eine umfassende zahnärztliche Untersuchung durchgeführt, die Röntgenaufnahmen und gegebenenfalls eine 3D-Bildgebung umfasst. So kann die Knochenqualität, -höhe und -dichte beurteilt werden, um sicherzustellen, dass der Kieferknochen das Implantat zuverlässig tragen kann.

Für das Setzen von Implantaten kommen im Wesentlichen zwei Vorgehensweisen in Betracht:

  • Einstufiges Verfahren: Das Implantat wird eingesetzt und unmittelbar mit einer provisorischen Aufbaustruktur oder Kappe versehen. Dieses Verfahren wird bevorzugt, wenn ausreichend Knochenangebot vorhanden ist und gute Primärstabilität erreicht werden kann.
  • Zweistufiges Verfahren: Das Implantat wird in den Knochen eingebracht und das Zahnfleisch darüber vernäht, sodass das Implantat zunächst vollständig im Gewebe verborgen ist. Nach der Einheilungsphase wird das Implantat freigelegt und der prothetische Aufbau (Kronenaufbau) befestigt.

Die Einheilzeit (Osseointegration) beträgt in der Regel etwa 3 Monate im Unterkiefer und etwa 6 Monate im Oberkiefer, je nach Knochenqualität. Während dieser Zeit kann zur Wahrung der Ästhetik gegebenenfalls eine provisorische Brücke oder ein provisorischer Zahn eingesetzt werden.

Welche Arten von Implantaten gibt es?

Die Auswahl des Implantattyps richtet sich nach dem allgemeinen Zahnstatus, der Knochenstruktur sowie den individuellen funktionellen und ästhetischen Anforderungen. Zu den gebräuchlichsten Implantatarten gehören:

  • Endossäre (endostale) Implantate: Dies sind die am häufigsten verwendeten Implantate, die direkt in den Kieferknochen gesetzt werden. Sie eignen sich sowohl zum Ersatz einzelner Zähne als auch mehrerer Zähne und weisen sehr hohe Erfolgsraten auf.
  • Endodontische Implantate: Diese Implantate werden auf bestehenden, noch belastbaren Zahnwurzeln verankert, um deren Stabilität zu erhöhen. Sie kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn die natürliche Wurzelstruktur noch ausreichend tragfähig ist.
  • Transossäre Implantate: Diese Implantate verlaufen vollständig durch den Kieferknochen hindurch. Aufgrund der aufwändigen Operationstechnik, der längeren Heilungsdauer und des höheren Risikos werden sie nur selten eingesetzt und erfordern meist eine Behandlung in Vollnarkose.
  • Intramukosale Implantate: Eine der frühesten Implantatsysteme, vollständig aus Titan gefertigt, primär zur Verbesserung des Halts von Prothesen entwickelt. Sie dienen vor allem dazu, die Retention von herausnehmbaren Zahnersatzlösungen zu erhöhen.
  • Subperiostale Implantate: Diese Implantate werden unter der Schleimhaut, jedoch auf dem Kieferknochen platziert. Sie kommen insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit unzureichender Knochenhöhe zum Einsatz, bei denen ein Knochenaufbau (Augmentation) nicht möglich oder nicht gewünscht ist.

Worauf sollte man vor einem Zahnimplantat achten?

Der Erfolg einer Implantatbehandlung hängt maßgeblich von einer sorgfältigen Planung und Vorbereitung ab. Vor dem Eingriff sollten unter anderem folgende Punkte beachtet werden:

  • Das Zahnfleisch sollte vor und nach der Behandlung gesund und frei von Entzündungen sein.
  • Die Knochenstruktur muss ausreichend stark und dick sein, um die Implantatschraube stabil aufnehmen zu können.
  • Die Behandlung sollte von einer qualifizierten und erfahrenen Behandlerperson geplant und durchgeführt werden.
  • Die Verträglichkeit des Implantatmaterials und die Knochen-Implantat-Verbindung sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.
  • Der allgemeine Zahn- und Mundgesundheitszustand, einschließlich der Nachbarzähne und des Zahnfleisches, muss vorab genau beurteilt werden.

Wer kommt für eine Implantatbehandlung infrage?

Grundsätzlich eignet sich eine Implantattherapie für:

  • Personen über 18 Jahre mit abgeschlossenem Kiefer- und Gesichtswachstum,
  • Patientinnen und Patienten mit einem oder mehreren fehlenden Zähnen,
  • Menschen mit teilweisem oder vollständigem Zahnverlust,
  • Patientinnen und Patienten, deren Zähne infolge von Karies, Parodontitis oder Trauma verloren gegangen sind,
  • Personen mit Kiefer- oder Gesichtsdefekten, bei denen eine festsitzende Lösung angestrebt wird,
  • Patientinnen und Patienten, die keine herausnehmbaren Prothesen tragen möchten.

Bei Erkrankungen wie Diabetes oder bei der Einnahme von Blutverdünnern ist besondere Vorsicht geboten. In solchen Fällen ist eine enge Abstimmung mit der Hausärztin bzw. dem Hausarzt beziehungsweise der behandelnden Fachärztin oder dem behandelnden Facharzt erforderlich, um Medikamente und Behandlungszeitpunkt gegebenenfalls anzupassen.

Wann wird der Implantat-Zahnersatz eingesetzt?

Der Zeitpunkt der prothetischen Versorgung ist ein wesentlicher Faktor für den langfristigen Erfolg des Implantats. Erst wenn das Implantat fest mit dem Knochen verwachsen ist (Osseointegration), kann der endgültige Zahnersatz befestigt werden.

Im Allgemeinen erfolgt dies nach etwa 3 Monaten im Unterkiefer und nach etwa 6 Monaten im Oberkiefer. Wenn zuvor ein Sinuslift (Sinusbodenelevation) oder ein anderer Knochenaufbau durchgeführt wurde, kann sich die Wartezeit verlängern, um eine vollständige Heilung und Knochenintegration sicherzustellen.

Nach Abschluss der Einheilphase wird die individuell angefertigte Krone auf dem Implantat befestigt. So entsteht ein voll funktionsfähiger, natürlich wirkender Zahnersatz, der sich im Idealfall kaum von einem eigenen Zahn unterscheidet.