Was sind die Symptome von Psoriasis?
Die Symptome der Schuppenflechte können von Person zu Person variieren. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:
- Rote Hautstellen, bedeckt mit dicken, silbrig-weißen Schuppen
- Kleine schuppende Flecken (häufiger bei Kindern)
- Trockene, rissige Haut, die jucken oder bluten kann
- Juckreiz, Brennen oder Schmerzempfindlichkeit
- Verdickte, punktierte oder gerillte Nägel
- Geschwollene und steife Gelenke
Die Veränderungen können von kleinen Punkten bis zu ausgedehnten Hautarealen reichen. Häufig betroffene Regionen sind: unterer Rücken, Ellenbogen, Knie, Beine, Fußsohlen, Kopfhaut, Gesicht und Handflächen.
Was verursacht Psoriasis?
Die genaue Ursache der Psoriasis ist nicht vollständig geklärt und kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Dennoch gelten zwei Hauptfaktoren als entscheidend:
Immunsystem
Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der weiße Blutkörperchen fälschlicherweise gesunde Hautzellen angreifen. Dadurch entsteht eine übermäßige Zellproduktion, die sich unter der Hautoberfläche ansammelt. Die zu schnell nach oben wandernden Zellen bilden schließlich verdickte Plaques und entzündete Hautstellen – typische Merkmale der Schuppenflechte.
Genetische Faktoren
Psoriasis kann vererbt werden. Personen mit einem nahen Verwandten, der an Psoriasis leidet, haben ein deutlich höheres Risiko, selbst zu erkranken.
Arten von Psoriasis
Plaque-Psoriasis
Die häufigste Form, gekennzeichnet durch erhabene, rote Plaques, die mit silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind. Sie tritt typischerweise an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut und unterem Rücken auf.
Nagelpsoriasis
Betrifft Finger- und Zehennägel und verursacht Punktierungen, Verfärbungen, verdickte Nägel sowie Ablösung vom Nagelbett (Onycholyse). Schwere Fälle können zu brüchigen Nägeln führen.
Tropfenförmige Psoriasis (Guttate)
Kommt häufiger bei Kindern und jungen Erwachsenen vor und wird oft durch bakterielle Infektionen wie Streptokokken ausgelöst. Sie zeigt sich als kleine, tropfenförmige, schuppende Läsionen an Rumpf, Armen und Beinen.
Inverse Psoriasis
Entwickelt sich in Hautfalten wie Leisten, Gesäßfalte oder unter der Brust. Sie verursacht glatte, rote Hautareale, die sich durch Reibung oder Schwitzen verschlimmern. Pilzinfektionen können Auslöser sein.
Pustulöse Psoriasis
Eine seltene Form, die weiße, eitergefüllte Bläschen (Pusteln) verursacht, umgeben von geröteter Haut. Sie kann lokal begrenzt auftreten, beispielsweise an Handflächen oder Fußsohlen.
Erythrodermische Psoriasis
Die seltenste, aber schwerste Form. Sie betrifft nahezu den gesamten Körper und führt zu intensiver Rötung, Brennen und starkem Juckreiz. Sie kann lebensbedrohlich sein und erfordert sofortige medizinische Behandlung.
Psoriasis-Arthritis
Hierbei tritt Psoriasis gemeinsam mit Gelenkentzündungen auf, was Schmerzen, Steifigkeit und Schwellungen verursacht. Unbehandelt kann es zu dauerhaften Gelenkschäden kommen.
Risikofaktoren für Psoriasis
Psoriasis kann in jedem Alter auftreten, jedoch beginnt etwa ein Drittel der Fälle in der Kindheit. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:
- Familiengeschichte: ein oder beide Elternteile betroffen
- Stress: schwächt das Immunsystem und kann Schübe auslösen
- Rauchen: erhöht das Risiko und verschlimmert den Verlauf
- Umweltfaktoren: kaltes, trockenes Klima, Hautverletzungen
- Weitere Auslöser: Infektionen, Alkohol, abruptes Absetzen bestimmter Medikamente
Komplikationen bei Psoriasis
Betroffene haben ein erhöhtes Risiko für:
- Psoriasis-Arthritis
- Augenerkrankungen wie Bindehautentzündung
- Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Weitere Autoimmunerkrankungen, z. B. Morbus Crohn oder Zöliakie
- Psychische Belastungen wie Depressionen oder geringes Selbstwertgefühl
Behandlung der Psoriasis
Psoriasis ist eine chronische Erkrankung und nicht dauerhaft heilbar, jedoch gut behandelbar. Ziel der Therapie ist es, Symptome zu lindern und Schübe zu reduzieren.
Topische Behandlungen
Cortisoncremes, Vitamin-D-Analoga, Teerpräparate und feuchtigkeitsspendende Cremes helfen, Entzündungen und Schuppung zu reduzieren.
Phototherapie
Kontrollierte UV-Lichtbehandlung verlangsamt die übermäßige Zellteilung und verbessert das Hautbild.
Systemische Therapien
Bei schweren Formen kommen Tabletten oder Injektionen wie Methotrexat, Cyclosporin oder moderne Biologika zum Einsatz, um das Immunsystem gezielt zu regulieren.
Durch die Kombination verschiedener Therapien lässt sich die Lebensqualität deutlich verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung kontrollieren.